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Dipl. Kfm. W. Salhöfer

Entwicklungen beim systemischen Wissensmanagement

Es zeigt sich zunehmend, dass man sich beim Wissensmanagement derzeit vorwiegend mit statischem Wissen befasst. Teilweise hat das Wissensmanagement in der derzeitig in den Unternehmen implementierten Form mit diversen Problemen (Akzeptanz, Effizienz etc.) zu kämpfen.

Unter zukunftsorientiertem Blickwinkel werden meineserachtens Intelligenz, Reflexion, Vision etc. zunehmend an Bedeutung gewinnen, insbesondere durch eine geeignete computertechnische Unterstützung. Die Potentiale hierzu erwachsen aus neueren Automatisations-Technologien wie Web-Services (XML), Künstlicher Intelligenz, Agentensystemen etc.. Wichtig hierbei ist eine sozialverträgliche Integration. Der Mensch wird sich zunehmend auf solche Automaten-Systeme und deren Entscheidungen verlassen müssen. Daher ist es wegen weitreichender Wirkungen (Nutzen und Risiken) besonders wichtig, dass diese Systeme sorgfältig entwickelt werden und sich menschengerecht verhalten.

Soziale Systeme werden zunehmend durch technische Systeme ersetzt. Diese Substitution erfolgt nicht nur durch Computer, sondern zunehmend auch durch roboterähnliche Aktoren. Die Schnittstelle Mensch - Maschine wird sich wandeln. Ihr kommt aufgrund zunehmend höherer Komplexität des Gesamtsystems besondere Bedeutung zu. Soziale Systeme und technische Systeme müssen zueinander kompatibel sein und sich ergänzen.

Hier hat beispielsweise Willke aufbauend auf Luhmann bereits gute Ansätze im systemischen Bereich, die aber noch mehr in Bezug zur Technik gesetzt werden müssen. Bei der soziologischen Literatur zeigt sich häufig noch Technikferne. Andererseits bedeutet für viele Informatiker soziales Denken eine "andere Welt", mit der sie nichts anfangen können. Wird hier eine Annäherung und gegenseitiges Verständnis erreicht, so können durchaus erhebliche Leistungspotentiale entstehen.


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21.03.2019 12:03